Weltmann
Nom communMasculin[ˈvɛltˌman]
Étymologie Das Wort ist in heutiger Bedeutung seit dem 16. Jahrhundert belegt. Vorauf gehen mittelhochdeutsch werltman „Mensch auf Erden, weltlich gesinnter Mensch“, althochdeutsch weraltman „Bewohner der Erde“, abschätzig „weltlich gesinnter Mensch, Nichtgeistlicher“, belegt seit dem 9. Jahrhundert Determinativkompositum aus den Substantiven Welt und Mann
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eine Persönlichkeit, die umfangreiche Erfahrung im Umgang mit anderen Menschen aller Nationalitäten hat
- Der vollkommene Weltmann wäre der, welcher nie in Unschlüssigkeit stockte und nie in Übereilung geriete. (Arthur Schopenhauer)
- „Er war nur ein Weltmann, der in der Welt Erfolg gehabt hatte und dem dieser Erfolg zur Gewohnheit geworden war.“Leo N. Tolstoi: Krieg und Frieden. Roman. Paul List Verlag, München 1953 (übersetzt von Werner Bergengruen), Seite 255 . Russische Urfassung 1867.
3 autres exemples
- „Katell kleidete sich, wie Robert feststellte, noch immer mit der lässigen Eleganz eines Weltmannes, obwohl er stets in Geldverlegenheiten gesteckt hatte.“Hermann Kasack: Die Stadt hinter dem Strom. Roman. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-518-39061-9, Seite 53. Entstanden in der Zeit 1942 – 1946.
- „Er war nicht mehr der gepflegte Weltmann mit den lässigen Manieren.“Erich Maria Remarque: Das gelobte Land. Roman (Fragment). Kiepenheuer & Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02695-X, Seite 248. Grundlage des Textes: Manuskript 1970.
- „Wielands Hippias ist ein Weltmann, wie man ihn sich nur ausmalen kann.“Jan Philipp Reemtsma, in Zusammenarbeit mit Fanny Esterházy: Christoph Martin Wieland. Die Erfindung der modernen deutschen Literatur. C. H. Beck, München 2023, ISBN 978-3-406-80070-2, Seite 189.
- Dérivés
- weltmännisch