Strohmann
Nom communMasculin[ˈʃtʁoːˌman]
Étymologie Das Wort ist in der Bedeutung „Puppe aus Stroh“ seit dem 16. Jahrhundert, als „Vogelscheuche“ seit dem 17. und als „vorgeschobene Person“ seit dem 19. Jahrhundert belegt. Determinativkompositum, zusammengesetzt aus Stroh und Mann
1
menschliche Figur aus Stroh
- Oben auf dem Dachboden liegt ein alter Strohmann.
2
jemand, der im Auftrag für jemand anderen, der sich (noch?) nicht zu erkennen geben will, handelt
- „An einem verregneten Sonntagnachmittag im Frühling hat Oliver die Idee, über einen Strohmann anzufragen, ob der momentane Besitzer an einen Verkauf denkt.“Petra Hartlieb: Meine wundervolle Buchhandlung. DuMont Buchverlag, Köln 2014, ISBN 978-3-8321-9743-8 , Seite 187.
- „Danach war ein Schweizer Staatsbürger als Strohmann beauftragt worden, einige der in Deutschland wertlosen, in der übrigen Welt um so wertvolleren Gemälde der sogenannten »entarteten Kunst« zu kaufen.“Johannes Mario Simmel: Es muß nicht immer Kaviar sein. Mit auserlesenen Kochrezepten des Geheimagenten wider Willen. Nikol, Hamburg 2015, ISBN 978-3-86820-292-2, Seite 42. Erstveröffentlichung Zürich 1960.
2 autres exemples
- „Er kümmert sich um unseren Strohmann in Karatschi, von dem wir den richtigen Namen gar nicht kennen.“David Ignatius: Der Mann, der niemals lebte. 1. Auflage. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2008, ISBN 978-3-499-24716-3, Seite 182 .
- „Der Dealer zahlte seinen Strohmännern maximal zwanzig Dollar, verkaufte diese dann aber mit einem Aufschlag von 50 Prozent auf den Ladenpreis weiter.“Jo Nesbø: Minnesota. Kriminalroman. 3. Auflage. Ullstein, Berlin 2026 (übersetzt von Günther Frauenlob), ISBN 978-3-550-20309-1, Seite 15. Norwegisch 2025.