Manuskript
Nom communNeutre[manuˈskʁɪpt]
Étymologie von lateinisch manuscriptum, eine Zusammenrückung von „manū scrīptus“ „mit der Hand geschrieben“. Das Wort ist seit dem 17. Jahrhundert belegt
1
Bibliothekswissenschaft handschriftlich verfasstes Werk
- Ein von Hand geschriebener Brief ist ein Manuskript.
- Sie hat das Manuskript dem Verlag vorgelegt.Elke Hentschel, Harald Weydt: Handbuch der deutschen Grammatik. Lehrbuch. 5. Auflage. Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston 2021, ISBN 978-3-11-062965-1, Seite 179.
3 autres exemples
- „Inhaltlich waren fast alle aus Ägypten der Forschung zugänglich gemachten koptischen Manuskripte kirchlichen Charakters - es waren Liturgien, Übersetzungen von Bibelabschnitten, Märtyrerleben.“Maurice Pope: Das Rätsel der alten Schriften. Hieroglyphen, Keilschrift, Linear B. Pawlak, Herrsching 1990, Seite 43. ISBN 3-88199-676-1.
- „Diesmal ist es aber kein griechisches Manuskript, sondern ein demotischer Papyrus.“Ernst Doblhofer: Die Entzifferung alter Schriften und Sprachen. Reclam, Stuttgart 1993, Seite 61. ISBN 3-15-008854-2.
- „Der Stifter der Manuskripte war ein talentierter junger Mann um die dreißig und aus vornehmer Familie, der den Namen Sir Kenelm Digby trug.“Philip J. Davis: Pembrokes Katze. Die wundersame Geschichte über eine philosophierende Katze, ein altes mathematisches Problem und die Liebe. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/Main 1991, ISBN 3-596-10646-X, Seite 46. Englisches Original 1988.
2
Verlagswesen hand- oder maschinenschriftlicher Beitrag eines Autors, der als Vorlage zur Vervielfältigung dient
- Der Autor lieferte sein Manuskript nicht fristgerecht beim Verlag ab.
- „Comenius hatte das Manuskript 1655 dem Nürnberger Verleger Michael Endter zugeschickt.“Horst Joachim Frank: Dichtung, Sprache, Menschenbildung. Geschichte des Deutschunterrichts von den Anfängen bis 1945. Band 1. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1976, Seite 66. ISBN 3-423-04271-0.
3 autres exemples
- „Die erste Fassung des Manuskripts war verbrannt.“Fiston Mwanza Mujila: Tram 83. Zsolnay, Wien 2016, ISBN 978-3-552-05797-5, Seite 35. Französisches Original 2014.
- „Tatsächlich gab es nur wenige, die in ihren Manuskripten über ein Minimum hinaus Satzzeichen setzten: Bis ins 19. Jahrhundert war die Zeichensetzung eine Frage des Geschmacks, was bis zu einem gewissen Grad auch heute noch gilt.“Florence Hazrat: Das Ausrufezeichen. Eine rebellische Geschichte. HarperCollins, Hamburg 2024 (übersetzt von Stephan Pauli), ISBN 978-3-365-00488-3, Seite 43 . In Englisch 2022.
- „Im Oktober 1944 gelingt es Fallada, sein Manuskript nach draußen zu schmuggeln, am 4. Dezember wird er entlassen.“Anatol Regnier: Jeder schreibt für sich allein. Schriftsteller im Nationalsozialismus. 2. Auflage. btb, München 2022, ISBN 978-3-442-77183-7, Seite 265. 1. Auflage 2022.
3
eigenhändige Notizen für einen bestimmten Zweck, zum Beispiel für einen Vortrag
- „Noch während des Festaktes arbeitet Patrice Émery Lumumba am Manuskript auf seinen Knien.“Reymer Klüver: Die letzten Tage des Patrice Lumumba. In: GeoEpoche: Afrika 1415-1960. Nummer Heft 66, 2014 , Seite 140-151, Zitat Seite 142.
- „Doch »Paris, die Hauptstadt des 19. Jahrhunderts« blieb unvollendet, obwohl in seinem Nachlass nach dem Kriege ein großes Konvolut aus Manuskripten, Zetteln, Notizen gefunden wurde.“Jürgen Serke: Die verbrannten Dichter. Lebensgeschichten und Dokumente. 2. Auflage. Wallstein, Göttingen 2023, ISBN 978-3-8353-5388-6, Seite 222.
- Dérivés
- Manuskriptblatt, Manuskriptdruck, Manuskriptforschung, Manuskripthalter, Manuskriptsammlung, Manuskriptseite, Manuskriptstapel, Satzmanuskript
- Hyperonymes
- Schriftstück